🧒Wie Sie Ihr Kind Zu HAUSAUFGABEN Motivieren -Leitfaden2020

Hausaufgaben sind ein sehr umstrittenes Thema und das zurecht. Es gibt diverse wissenschaftliche Studien, welche nachgewiesen haben, dass Hausaufgaben fast keinen bis gar keinen Einfluss auf eine verbesserte Schulleistung haben und mit Experten bzw. in der Schule erledigt werden sollten, da Hausaufgaben Zuhause oft das Familienklima belasten.

Jedoch gibt es immer noch viele Schulen, welche auf Hausaufgaben schwören und deshalb hier unser vollstĂ€ndiger Ratgeber fĂŒr Sie, falls Sie Ihr Kind zu Hausaufgaben motivieren möchten.

Viele Dinge mögen klein und unscheinbar wirken, jedoch lassen Sie sich nicht tĂ€uschen, denn die Menge macht es. Hausaufgaben Motivation ist ein komplexes Thema und nicht in ein paar SĂ€tzen erklĂ€rt. Nehmen Sie sich Zeit und beseitigen Sie das Thema ein fĂŒr alle Mal.


1) Warum Hausaufgaben wichtig sind?

Wie bereits bei der Einleitung beschrieben, gibt es durchaus Argumente gegen Hausaufgaben, jedoch solange die Schule diese verlangt, sollten wir uns auf die positiven Argumente fokussieren:

Hausaufgaben sind ein Geschenk des Lehrers 🎁

Der Lehrer macht sich extra die MĂŒhe Aufgaben herauszusuchen, welche optimal zum Thema passen und damit auch zur Klassenarbeit. Hausaufgaben stellen fĂŒr Ihr Kind die beste Option dar sich direkt fĂŒr die Klassenarbeit vorzubereiten.

Wenn Ihr Kind das einmal verstanden hat und selbst die Erfahrung gemacht hat, dass Hausaufgaben wirklich weiterhelfen in der Klassenarbeit, dann wird in den meisten FĂ€llen die Motivation ganz von alleine kommen.


Hausaufgaben machen Ihr Kind sorgfÀltig 

Das klingt vielleicht etwas extrem, ist es jedoch nach der Studie von der Uni-TĂŒbingen nicht. 
Diese Studie besagt, dass eine Sorgfalt bei den Hausaufgaben sich positiv auf die Persönlichkeit des Kindes in der Zukunft auswirkt und es einen positiven Zusammenhang zum Erwachsenenleben gibt in Bezug auf Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. 

Junge am Hausaufgaben machen   Sorgfaeltig

Hausaufgaben sollen Ihrem Kind helfen

Hausaufgaben sollen helfen frĂŒhzeitig zu erkennen, welches Thema schwierig ist und gegebenenfalls wiederholt werden muss, bevor die Klassenarbeit vor der TĂŒre steht.

Genau so sollten die Hausaufgaben dann auch angegangen werden. Wenn Ihr Kind ein Thema super beherrscht, dann reicht es auch nur jede zweite Aufgabe zu machen, damit kann immer noch gecheckt werden, ob Ihr Kind alles verstanden hat und trotzdem werden die Hausaufgaben kĂŒrzer und Ihr Kind realisiert, dass es selbst in der Hand hat, wie lange die Hausaufgaben gehen. DAS HILFT ENORM!


Klar, könnte jetzt das Gegenargument kommen:

"Wiederholung ist wichtig fĂŒr den Lernprozess."

Aber in Wirklichkeit werden viele Dinge bis zur Klassenarbeit sowieso wieder vergessen und wenn Sie Ihr Kind zwingen jede Aufgabe von Anfang bis Ende durchzuarbeiten, dann riskieren Sie etwas viel Schlimmeres, nÀmlich den Motivationsverlust an dem Fach oder der Schule generell und das gibt dann viel schlechtere Noten als die oben genannte Methode.


Dieser Abschnitt ist vielleicht der Wichtigste aus diesem ganzen Artikel, weshalb Sie sich wirklich Gedanken dazu machen sollten, ob ein solches Verhalten bei Ihnen in der Familie das ganze Thema Motivationsverlust ausgelöst hat.


Falls ja, dann halten Sie sich ab sofort an diese 5 Regeln:

  1. Nach den ersten 3 Aufgaben schÀtzen Sie ein, ob Ihr Kind dieses Thema intensiv behandeln muss oder nicht.
  2. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind es verstanden hat, dann ĂŒberspringen Sie Aufgaben, welche rein zur Wiederholung sind und gehen Sie zur nĂ€chstschwereren Kategorie.
  3. Falls Ihr Kind in den ersten 3 Aufgaben Probleme hat, dann wiederholen Sie es so lange bis Ihr Kind es verstanden hat.
  4. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Dinge wirklich versteht und nicht einfach nur Dinge auswendig lernt!
  5. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es selbst fĂŒr die Geschwindigkeit der Hausaufgaben zustĂ€ndig ist und halten Sie Ihre Versprechen ein.



Hausaufgaben trainieren die SelbststÀndigkeit 

Der Sinn und Ursprung der Hausaufgabe ist nĂ€mlich das selbststĂ€ndige Arbeiten und Lernen der Kinder und NICHT die stĂ€ndige Überwachung der Eltern und Korrektur. 

Hausaufgaben dĂŒrfen und sollten auch mal falsch sein! 

Damit kann der Lehrer đŸ‘šâ€đŸ« nĂ€mlich einschĂ€tzen, welches Thema noch einmal wiederholt werden muss und auch fĂŒr Ihr Kind ist es besser selbst aus seinen eigenen Fehlern zu lernen, anstatt diese von Ihnen als Elternteil immer korrigiert zu bekommen, das fĂŒhrt nur zur Sturheit gegen die ElternautoritĂ€t und Motivationsverlust. 

Hier haben wir fĂŒr Sie direkt den Artikel kompakt in einer Infografik zum Mitnehmen zusammengefasst:

Infographic Hausaufgaben Motivieren

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2) Richtigen Rahmen setzen 

Große Vorsicht muss bei dem Rahmen geboten sein, welchen Sie den Hausaufgaben zuweisen. 
Ist es Pflicht? Ist es freiwillig? Ist es eine Bestrafung oder eine Belohnung? 


Kurz gesagt: 

❌ Hausaufgaben sollten niemals eine Bestrafung sein 

❌ Es darf auch keine direkte Belohnung fĂŒr Hausaufgaben geben, da diese selbstverstĂ€ndlich sind (abgesehen von einem Lob)

✔ Hausaufgaben sind Teil der Schulpflicht

✔ Hausaufgaben helfen dem SchĂŒler - fĂŒr die Klassenarbeit 

✔ Hausaufgaben sind nur ein Ersatz fĂŒr das Lernen und keine Extra-Belastung 


Sehen Sie bereits wie dieser Rahmen ein positiveres Licht auf die Hausaufgaben wirft? 

Hier eine etwas ausfĂŒhrlichere ErklĂ€rung: 

❌Nie als Bestrafung einsetzen

Es ist manchmal schwer zu glauben, aber ein Rahmen oder Kontext kann schon entscheidend sein. Falls Sie bisher immer Ihr Kind zu Hausaufgaben verdonnert haben als Bestrafung, wird der neue Kontext der Hausaufgaben als Helfer und nur als Ersatz fĂŒr das Lernen Wunder wirken. 
Bestrafungen sind Dinge, welche wir vermeiden möchten um jeden Preis!


❌Belohnungen und Hausaufgaben 

Falls Sie bisher die bloße Fertigstellung der Hausaufgaben belohnt haben, dann haben Sie vermutlich Ihr Kind in die falsche Richtung konditioniert. 

Eine Belohnung gibt es nicht fĂŒr Basics. 

Das ist wie, als wĂŒrden Sie Ihr Kind belohnen fĂŒr das Aufstehen am Morgen fĂŒr die Schule. 
Das tun Sie doch auch nicht, oder? 
Hausaufgaben sind Teil der Schulpflicht und somit genauso selbstverstÀndlich wie das Aufstehen am Morgen. 


✔ Hausaufgaben sind nur ein Ersatz fĂŒr das Lernen 

Trainieren Sie Ihr Kind so, damit es versteht, dass Hausaufgaben den Tag nicht schlimmer oder lÀnger machen, sondern nur "anders". 

Was bedeutet das genau? 

Ihr Kind sollte jeden Tag sich selbst hinsetzen und je nach Alter eine halbe / ganze oder auch 2 Stunden etwas fĂŒr die Schule tun. 


Dabei spielt es keine Rolle, ob es Hausaufgaben gibt oder nicht. Denn falls Keine auf sind, dann sollte gelernt und wiederholt werden. 

Das fĂŒhrt dazu, dass Ihr Kind versteht, dass die Hausaufgaben nur eine Lernform sind und nicht eine zusĂ€tzliche Bestrafung. 

Des Weiteren hilft das enorm bei der Routinebildung, was auch Wunder wirken kann, denn Menschen sind Gewohnheitstiere.


3) Das Selbstbewusstsein Ihres Kindes 

Es gibt Studien, welche nachweisen, dass das Selbstbewusstsein Ihres Kindes ausschlaggebend ist fĂŒr die Motivation der Hausaufgaben und des Lernens. 


Und so helfen Sie Ihrem Kind zu mehr Selbstbewusstsein: 

đŸ‹ïž Sorgen Sie fĂŒr ein positives Selbstbild

âœđŸ» Schreiben Sie die StĂ€rken Ihres Kindes auf ein Blatt Papier + HĂ€ngen Sie es in das Zimmer 

🚀 Festigen Sie den Glaubenssatz "Mit genug Energie und Motivation, kannst du alles schaffen!"

đŸ‘šâ€đŸ‘©â€đŸ‘Š Sein Sie selbst ein positives, selbstbewusstes Vorbild 

📝 Schreiben Sie vergangene Erfolge des Kindes auf ein Blatt + HĂ€ngen es auch auf

âŹ†ïž Werten Sie Fehler nicht so stark, sondern das Motivationslevel und den Einsatz

🧗 Erleben Sie mit Ihrem Kind außerhalb der Schule Dinge und meistern Sie Herausforderungen

👹‍🎓 Lassen Sie Ihr Kind eigenstĂ€ndig die Hausaufgaben erledigen, jedoch seien Sie bei VerstĂ€ndnisfragen in der NĂ€he (Jedoch niemals Lösungen vorsagen).

Selbstbewusstes Maedchen 

Wann sollte man dem Kind bei den Hausaufgaben helfen?

  • Wenn Ihr Kind die Aufgabe nicht versteht
  • Wenn Ihr Kind ein Hilfsmittel oder Verpflegung braucht
  • Wenn Ihr Kind Ruhe möchte, dann sollten Sie dafĂŒr sorgen
  • Wenn Ihr Kind etwas chaotisch ist, können Sie einen Hausaufgabenplan erstellen
  • Wenn Ihr Kind Trost braucht, wegen der Verzweiflung.

Wann sollte man das Kind selbststÀndig arbeiten lassen?

  • Wenn Ihr Kind sich nicht anstrengt und nur die Lösungen von Ihnen möchte
  • Wenn Ihr Kind explizit sagt, dass es die Aufgabe alleine kann
  • Wenn Sie bereits eine gewisse Zeit neben dem Kind sitzen, sollten Sie das Kind auch wieder etwas selbststĂ€ndig alleine lassen.


4) Freiheit oder Regeln

Ob Ihr Kind sich die Zeiten fĂŒr die Hausaufgaben selbst einteilen kann, oder ob Sie lieber feste Zeiten festlegen sollten, erfahren Sie in diesem Abschnitt:

Etwas vergessliches Kind

Wenn Ihr Kind etwas vergesslich ist und hin und wieder mal Minuten mit Stunden verwechselt, dann sollten Sie ganz klar zu einer Gewohnheit und festen Zeit greifen bzw. zu einem Wochenplan, welchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind am Sonntag erstellen.


Sehr organisiertes Kind 

Im Gegenteil dazu gibt es Kinder, welche Organisation und Ordnung ĂŒber alles lieben. Diese Kinder sind kaum vergesslich und oft sehr strukturiert im Umgang ihrer Zeit. Mit diesem Kind können Sie die Freiheitsvereinbarung machen:

Du darfst dir die Zeit fĂŒr dein Lernen und Hausaufgaben selbst heraussuchen, jedoch musst du spĂ€testens um 16 Uhr damit anfangen, da es sonst zu spĂ€t wird und du zu mĂŒde bist. 

Generelle Freiheiten bei den Hausaufgaben: 

Wo = Ihr Kind entscheidet das 

Die Hausaufgaben mĂŒssen nicht immer am gleichen Ort stattfinden, das kann zur Langeweile fĂŒhren. 

Ihr Kind möchte lieber auf dem Balkon oder im Garten die Hausaufgabe erledigen? Gut, dann lassen Sie Ihr Kind selbst die Erfahrung machen, dass ein ungestörter Ort auf lange Sicht besser und effizienter ist. 

Sitzen, Stehen oder Laufen? =  Ihr Kind entscheidet das

Es gibt Studien, welche zeigen, dass man sich laufend bzw. bewegend Dinge besser merken kann, da das Gehirn sich nicht nur abstrakte Worte einzeln merken muss, sondern diese mit den Bewegungen verknĂŒpfen kann. 


Das kennen Sie selbst bestimmt auch.

Sind Sie schon einmal auf und ab in einem Zimmer gelaufen, um sich an etwas zu erinnern? Genau das ist das. (Hier geht es zu kompletten Studie der UNIVERSITY OF MINNESOTA)

Kinder werden jedoch oft gezwungen still zu sitzen - komplett unnatĂŒrlich! Lassen Sie Ihrem Kind dort den Freiraum. 


5) Belohnung fĂŒr Hausaufgaben?

Belohnungen sind ein kritisches Thema, da es ein Balanceakt zwischen Motivation und Demotivation ist. 

Zu viele oder zu wenige Belohnungen können zu einer Demotivation fĂŒhren. 

Es gibt also ein paar Faustregeln, welche Sie beachten sollten beim Belohnen Ihres Kindes.

Regeln fĂŒr Belohnungen: 

#1 Belohnungen sind fĂŒr Extraleistungen, nicht fĂŒr Grundlagen.

#2 Belohnungen sollten mit dem Kind gemeinsam vereinbart werden.

#3 Belohnungen sind kein Disziplin- oder Erpressungsmittel, sondern ein Spaßfaktor und Motivationsschub.

#4 Nicht Erledigung der ausgemachten Ziele fĂŒhrt deshalb auch nicht zur Bestrafung!

#5 Das Belohnungsmodell sollte konstant angepasst werden, um keine Gewöhnungseffekte auftreten zu lassen.


Also, falls Sie Ihr Kind zu den Hausaufgaben motivieren möchten, können Sie Belohnungen wie folgt einsetzen: 

1) Belohnung bei Erledigung direkt nach dem Essen / der Schule 

2) Belohnung bei Erledigung ohne Aufforderung / Erinnerung 

3) Belohnung nach einer erfolgreichen Hausaufgaben-Woche / -Monat / -Schuljahr 


Das Komplettes Belohnungs- und Punktesystem als EXCEL

67 Belohnungen insgesamt! 

Liste fĂŒr Teenager (14-18) 

Liste fĂŒr Kinder (8-13)

Tragen Sie dazu einfach Ihre Mail ein:


Wie fördere ich die innere Motivation meines Kindes: 

Kinder sind von Natur aus neugierig. Nur können diese es nicht leiden, wenn sie etwas machen mĂŒssen. Ein Hauptkritikpunkt der Hausaufgaben ist, dass es die innere Motivation der Kinder verringert Dinge zu lernen.

Die innere Motivation ist der Kern des Lebens. GlĂŒck und Freude kommt von innen heraus und deshalb mĂŒssen wir diesen Kern schĂŒtzen und vielleicht auch wieder aufbauen: 

#1 Realistische Ziele setzen

Machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine halbe Stunde "Ziele setzen". 
Bleiben Sie dabei komplett offen und halten Sie die AtmosphĂ€re einer Brainstorming-Session aufrecht. KEINE BEWERTUNG der Ziele! Einfach nur aufnehmen was Ihr Kind (vielleicht auch Sie, um die Stimmung zu lockern) fĂŒr Ziele hat. 

Zeigen Sie danach dem Kind auf wie die Hausaufgaben und die schulischen Erfolge das Ziel nÀherbringen und versuchen Sie vor allem auf naheliegende Ziele einzugehen.

#2 UnterstĂŒtzen Sie generell die Neugierde Ihres Kindes

Das Gehirn Ihres Kindes ist aktiv und sucht tÀglich neue Herausforderungen.
Stillen Sie diesen Durst und erklÀren Sie, zeigen Sie und erleben Sie Dinge. Ein aktives und neugieriges Gehirn hat es einfacher sich auch in die Hausaufgaben "reinzufuchsen".

Neugierde hilft bei Hausaufgaben Motivation

#3 Baby Schritte

Motivation kann ganz schnell "flöten gehen", wenn die Aufgabe schlicht zu groß ist. Vermeiden Sie das und zerstĂŒckeln Sie die riesen Aufgabe in kleine HĂ€ppchen. 
Das wird auch Microsteps oder Mikroziele genannt.
Das hilft bei der BewĂ€ltigung von großen Bergen enorm und kann das innere Feuer wieder entfachen.

#4 Positive GefĂŒhle erwecken

Wie man den richtigen Rahmen setzt, haben wir bereits behandelt, aber auch die GefĂŒhle und die Stimmung muss passen. Es ist kein Weltuntergang, wenn die Hausaufgabe nicht gemacht wird, eine Entschuldigung ist schnell geschrieben, jedoch ist es ein Untergang, wenn immer schlechte Stimmung im Raum ist beim Thema Hausaufgaben. 

Seien Sie etwas lockerer und offener fĂŒr die BedĂŒrfnisse Ihres Kindes und schaffen Sie generell eine lustige, entspannte AtmosphĂ€re.


Der Sommer als letzter Ausweg 

[...] hat die Forschung mittlerweile zahlreiche Belege fĂŒr eine
enge Verstrickung der schmerz- und belohnungsverarbeitenden Systeme [...] (Leknes & Tracey, 2008)

Wenn Sie Ihrem Kind Konsequenzen und Freiraum zugleich geben möchten, dann stellt Sommerunterricht oder Nachhilfe im Sommer eine gute und vielleicht sogar die beste Methode dar, um dieses zu verwirklichen.

Kinder lieben den Sommer und um keinen Preis möchten sie diesen mit Lernen verbringen.

Wenn die schulischen Leistungen im Keller sind, ist der Sommer oft der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis.

Es ist ein starkes Druckmittel und sollte auch nur in Extremsituationen zur Verwendung kommen, wenn die anderen Methoden nicht funktionieren, da wissenschaftliche Studien belegen, dass Belohnungen sich besser eignen als Bestrafung und Bestrafungen sogar SchÀden an dem Selbstvertrauen der Kinder haben können.


6) Pause machen bei Hausaufgaben

FĂŒhren Sie regelmĂ€ĂŸige Pausen ein und machen Sie die Hausaufgabenzeit fĂŒr Ihr Kind so angenehm wie nur möglich. 
Kinder vergessen die Zeit, weshalb Sie einfach einen Timer stellen können und Ihr Kind zu einer Pause abholen können. 

Wann sollte mein Kind Pause machen? 

5-7 Jahre nach 15 min
8-9 Jahre nach 20 min
10-12 Jahre nach 30 min
13-15 Jahre nach 45 min
Danach ab 45 min bis 90 min

Wie lange sollte mein Kind an den Hausaufgaben sitzen?

Fragen Sie den Lehrer / MitschĂŒler nach dieser Information.

Je nach Alter kann das zwischen einer halben, einer bis sogar zwei Stunden variieren.
Dazu sollten Sie sich am besten bei dem Lehrer informieren oder bei Klassenkameraden, um zu sehen, ob Ihr Kind im normalen Rahmen ist. 

Falls Sie erkennen, dass Ihr Kind ĂŒbermĂ€ĂŸig lange an den Hausaufgaben sitzt, dann sollten Sie das GesprĂ€ch mit dem Lehrer suchen und Lösungen gemeinsam erarbeiten, denn zu lange an den Hausaufgaben sitzen kann nicht nur Ihr Kind ungesund belasten, sondern auch die Familiensituation. 


7) Umgebung 

Die Umgebung spielt eine große Rolle. Wir haben zwar oben im Absatz Freiheit vs. Regeln beschrieben, dass Ihr Kind selbst den Ort wĂ€hlen darf, aber trotzdem sollten Sie einen perfekten Hausaufgaben- / Lernort zur VerfĂŒgung stellen. 

Perfekter Schreibtisch: 

đŸ€« Ruhe!
🌞 Tageslicht
đŸŒĄïž Angenehme Temperatur (im Winter heizen und im Sommer kĂŒhlen)
🔇 Wenig Ablenkung (Kein TV, Laptop oder Handy)
❇ AufgerĂ€umt und sauber
đŸŽŒ Keine Musik (Höchstens Musik ohne Stimmen wie z.B. Klassik)

Saubere Lernumgebung und Schreibtisch

Hilfsmittel fĂŒr die Hausaufgaben zur VerfĂŒgung stellen:

  • Taschenrechner 🔱
  • Zirkel âšȘ
  • Lineal 📏und Geodreieck 📐
  • Wörterbuch 🔡
  • GenĂŒgend leere DIN-A4 BlĂ€tter 📜
  • Buchhalter 📖
  • Schreibtischlampe 💡

Trinken und Power-Snacks fĂŒr Hausaufgaben: 

  • Großes Glas Wasser / Tee 
  • Studentenfutter (NĂŒsse und getrocknete FrĂŒchte) oder sonstiges Gehirnfutter
  • MĂŒsli-Riegel
  • Obst (Banane, Trauben, Apfel) 



8) Mit System zum Hausaufgabenerfolg 

Die schwerste Aufgabe zuerst!

Im Buch "Eat the Frog" von Brian Tracy wird ausfĂŒhrlich die Bedeutung beschrieben, warum es wichtig ist, die schwerste und unangenehmste Sache zuerst zu erledigen. 
Das befreit und spendet Energie fĂŒr die weiteren Aufgaben. 
Das gilt nicht nur fĂŒr den Alltag, sondern auch fĂŒr die Hausaufgaben: 


Gewöhnen Sie Ihrem Kind an die unangenehmste und schwerste Hausaufgabe zuerst zu machen, wenn es noch genug Energie und Willenskraft hat. 

Wenn dieses Monster besiegt ist, können alle Monster besiegt werden! 

Die tÀgliche TO-DO Liste:

Behalten Sie den Überblick und schauen Sie auch hin und wieder mal in das Hausaufgabenheft, aber Vorsicht! SelbststĂ€ndigkeit und Selbstbewusstsein sind gefĂ€hrdet, wenn Sie zu viel Kontrolle einnehmen. 

Das Hausaufgabenheft soll vor allem Ihrem Kind helfen sich an die Hausaufgaben zu erinnern. 

Das geht aber noch etwas besser, als ein Heft, welches einfach nur im Schulranzen "verrottet."

HĂ€ngen Sie die tĂ€glichen Aufgaben SICHTBAR fĂŒr Ihr Kind auf. 

Sie haben dafĂŒr verschiedene Möglichkeiten und hier ein paar Beispiele: 
  • Whiteboard 
  • Tafel 
  • DIN-A3 Blatt
  • Flipchart
  • Korkbrett / Pinnwand 
  • POST-ITs
  • Magnet an KĂŒhlschrank 


To Do Liste fuer Hausaufgaben auf einer Pinnwand

Kinder leben in ihrer eigenen Welt, also keine Scheu mehrmals die gleiche Liste aufzuhÀngen. Das kommt Ihnen vielleicht etwas unnötig vor, aber es hilft. 

Die Lektion daraus ist:
Lassen Sie sichtbare To-Do Listen Ihren Job ĂŒbernehmen und schon mĂŒssen Sie nicht mehr der "böse" Elternteil sein, der immer nur an die Hausaufgaben erinnert. 


9) Hausaufgabenbetreuung

Was auf jeden Fall hilft, ist die professionelle Aufsicht bei den Hausaufgaben. 
Dazu können Sie mehrere Möglichkeiten in Betracht ziehen: 

Eine schulisch organisierte Hausaufgabengruppe

Sprechen Sie doch einfach Ihren Lehrer einmal an, ob es nicht möglich wÀre eine schulisch organisierte Hausaufgabengruppe zu erstellen. 
Oder Sie grĂŒnden eine Schul-AG und nehmen das Zepter selbst in die Hand. 

1) Hausaufgaben AG grĂŒnden. 

2) Flyer drucken lassen und in der Schule aufhÀngen.

3) Andere Eltern als Aufsicht mit ins Boot holen und Arbeit teilen. 


Eine private Hausaufgabengruppe organisieren 

Jeden Schultag der Woche wird bei jemand anderem die Hausaufgaben gemeinsam erledigt. 


Ein Elternteil sitzt als Betreuung im selben Raum, damit effektiv gearbeitet wird. 
Dazu brauchen Sie 5 Eltern, welche auch das GefĂŒhl haben, dass Ihr Kind nicht so richtig motiviert fĂŒr die Hausaufgaben ist. 

Vorteile: 

✔ Tolle AtmosphĂ€re fĂŒr die Kinder, welche sich bei Problemen austauschen können. 
✔ Sie werden als Eltern 4 Tage die Woche entlastet. 
✔ Gruppeneffekt motiviert enorm. 

Gruppendynamik von Kindern Superhelden Kinder

Nachteile: 

❌ Einen Tag der Woche mĂŒssen Sie auf jeden Fall uneingeschrĂ€nkt Zeit haben. 
❌ Gefahr, dass Kinder nicht alleine arbeiten.

Nachhilfe als Hausaufgabenbetreuung 

Nachhilfe ist typischerweise fĂŒr nach den Hausaufgaben, um noch LĂŒcken zu fĂŒllen. 
Wir bei Tutor Boost haben jedoch erkannt, dass auch wĂ€hrend den Hausaufgaben ein großer Bedarf besteht fĂŒr einen Experten, der begleitet. 

Studien belegen eindeutig, dass Eltern nicht neben Ihren Kindern sitzen sollten bei den Hausaufgaben, da dies zu familiĂ€ren Spannungen und UnselbststĂ€ndigkeit fĂŒhrt. 

Das gilt jedoch nicht fĂŒr eine professionelle Hausaufgabenbetreuung. 



Was brauchen Sie fĂŒr Hausaufgabenbetreuung Online?

+ Einen Computer / Laptop 

+ Eine Internetgeschwindigkeit von mind. 0,8MB/s

+ Ein Smartphone 

+ Eine Handyhalterung 


Wie funktioniert Hausaufgabenbetreuung Online? 

Als Erstes verbinden sich der Lehrer und der SchĂŒler mit dem Computer per Videochat. 
Falls der SchĂŒler die Aufgaben bereits im Voraus gesendet hat, können die beiden auch direkt am Bildschirm diese besprechen. 

Dabei gibt es jedoch oftmals das Problem, dass der SchĂŒler die Hausaufgaben auf ein Blatt Papier schreiben muss und nicht nur am Computer bearbeiten muss. 

Die Lösung ist die Handyhalterung: 

Hausaufgabenbetreuung Online

Mit der Handyhalterung kann der Lehrer wĂ€hrend des Videochats genau sehen, was der SchĂŒler schreibt und wĂ€hrenddessen korrigieren und eingreifen, falls nötig. 

Vorteile: 

✔ Ihr Kind hat eine professionelle Betreuung.
✔ Studien belegen, dass dies die beste Form ist Hausaufgaben zu erledigen.
✔ Dadurch, dass es online ist, sind die Preise erschwinglich.
✔ Ihr Kind erledigt die Hausaufgaben wirklich und bespricht diese nicht nur am Computer.
✔ Der Lehrer weiß, wie man Ihr Kind mehr motivieren und begeistern kann. 


Als Nachteil könnte man nennen, dass es nicht kostenlos ist, jedoch ist qualitative und langfristige Hilfe nie kostenlos. 
Dieses Konzept ist vermutlich das Entspannteste fĂŒr Sie und Sie können das austesten, indem Sie sich hier und jetzt eine Teststunde sichern: 

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Zusammenfassung

Wie Sie und Ihr Kind die Hausaufgaben behandeln und ansehen, kann schon einen großen Unterschied machen. ErklĂ€ren Sie Ihrem Kind den Sinn der Hausaufgaben ausfĂŒhrlich. 

Bloß keinen schlechten Rahmen setzen und niemals Ihr Kind mit Hausaufgaben bestrafen! 

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Hausaufgaben nur ein Ersatz fĂŒr das Lernen sind und keine Zusatzbestrafung und halten Sie sich an diese Aussage, indem Ihr Kind auch ohne Hausaufgaben etwas fĂŒr die Schule macht. 

Ein selbstbewusstes Kind geht mit einer positiveren Einstellung an jegliche Herausforderungen heran, inklusive Hausaufgaben. Fördern Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes und der Tatendrang folgt. 

Lassen Sie Ihr Kind durch das Zimmer laufen, den Lernort wechseln und wenn es zuverlĂ€ssig die Hausaufgaben macht, sogar die Zeit wechseln. Freiheit ist wichtig fĂŒr SelbststĂ€ndigkeit und Motivation. Fördern Sie das.

Belohnungen können helfen, aber nur wenn sie richtig eingesetzt werden. 

Schaffen Sie eine Lernoase mit regelmĂ€ĂŸigen Pausen, Sauberkeit, Hilfsmitteln und Ruhe. 

Das schlimmste zuerst. Gewöhnen Sie Ihrem Kind an die schwerste Hausaufgabe zuerst zu erledigen und der Rest geht viel einfacher. 


Alles probiert und nichts hilft? Dann sollten Sie sich ĂŒberlegen professionelle HausaufgabenunterstĂŒtzung zu testen. 



Quellen:
Studie: Deutsches Schulportal - Sind Hausaufgaben ĂŒberholt?
Artikel: Hausaufgaben und selbststÀndiges Lernen
Studie: Uni-TĂŒbingen Hausaufgaben = Positiv fĂŒr Persönlichkeit
Bachelor-Arbeit: SelbstwertgefĂŒhl im Kontext Schule- Henriette Adenauer
Studie: Laufend Lernen 
Artikel: Gewöhnungseffekt bei Belohnungen
Artikel: Bestrafung oder Belohnung
Studie: Bestrafung oder Belohnung


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